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Thread: RPC Köln 2010

  1. #1
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    Falls noch jemand auf der RPC 2010 in Köln war: was, bitteschön, war denn das für ein Auftritt vom deutschen Vertriebspartner von PP? Ein Poster und ein Katalog (auf Nachfrage)? Keine Regeln, keine Miniaturen, nix? Steht da ein Wechsel bevor oder was? Oder haben die einfach alles schnell versteckt, als ich zum Stand kam?

  2. #2
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    Nein, da war wirklich einfach nix. Das hat auch nix mit Wechsel zu tun, sondern mit der Messepolitik (also, von Ulisses). Die hatten im letzten Jahr zwar Sachen mit, aber das hat sich wohl nicht gelohnt, und die RPC ist ja nun nicht wirklich eine TT-Con.

    Ich glaube, ohne das Engagement des Brückenkopfs und dem ganzen T3G wäre es noch ärmer gewesen.

  3. #3
    Conqueror
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    Hmmm. Dann hatte ich leider doch keinen falschen Eindruck. Das ist natürlich schwach, Rollenspielmesse hin oder her. Wenn du dir anschaust, wo Privateer in den Staaten überall teilnimmt und sehr deutlich präsent ist, kann die Politik von U. (so es diese ist) nicht begeistern. Gerade unter dem Aspekt "Warmachine MK II" kann ich das nicht nachvollziehen.

    Die mäßige Übersetzung der neuen Regeln ist dann wohl doch eher Ausdruck der grundsätzlichen Einstellung zum Produkt Warmachine und nicht bloß einfach handwerklich schlecht. Schade, schade.

  4. #4
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    Oh, also für die Übersetzung muß ich jetzt mal Stange brechen und eines klarstellen:

    Sie ist nicht schlecht - sondern unnötig.

    Was ich bisher gesehen habe ist sogar ganz gut und im Rahmen der Schwierigkeiten einer Übersetzung angemessen, aber es braucht halt keiner.

  5. #5
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    Also über Übersetzungen lässt sich natürlich immer trefflich streiten, selbstredend wird nicht alles so sorgfältig übersetzt wie z.B. der Herr der Ringe (die Neuübersetzung von Klett-Cotta ist eine echte Referenz in Sachen fantastische Literatur, finde ich). Das ist klar und auch nicht meine Erwartungshaltung an Ulisses. Aber die deutsche Übersetzung der neuen Warmachine-Regeln und -Karten ist anscheinend eine Gemeinschaftsproduktion und die Qualität nicht konsistent, ich würde sogar sagen: meistens schlecht. Das ist, angesichts der gar nicht so schlechten Schreibe von Seacat und Berman, wirklich schade.
    Ist allerdings meine professionelle Einschätzung, vermutlich zu pingelig für eine Fan-Übersetzung. Trotzdem will Ulisses ja auch Geld dafür.

    Ich brauche die Übersetzung persönlich nicht, habe selber auch keine deutschen Texte von Ulisses, stelle aber bei Demo-Spielen etc immer wieder fest, dass viele eben doch lieber alles in ihrer Muttersprache hätten. Und spätestens dann, wenn die deutschen Begriffe doch auftauchen, ist wieder unfreiwillige Komik angesagt. Zitate gibts da reichlich, ist uns wohl allen zu Genüge bekannt. Mich kostet das jedenfalls immer noch Nerven und zwingt zu gelegentlichem Zähneknirschen...

  6. #6
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    Ich werde mir mein Khador-Faction-Deck auf jeden Fall auf Deutsch holen.

    Das "Graufürstentriumvirat" hat mich dazu gebracht. Als Sprachstudent hab ich es irgendwie leichter, das ganze zu akzeptieren (auch wenn das "Dicke Rohr" des Defenders vielleicht etwas unglücklich gewählt ist, außer die Phallische Metaphorik ist Absicht).

  7. #7
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    Hier mal ein paar Infos von dem, der es wissen muss.

    Auf der RPC haben wir im vollen Bewusstsein dieses Jahr keinen großen Warmachine Auftritt hingelegt und zwar mit gutem Grund.

    Eine Woche vorher waren die Heavy Metal Dayz, eins von Deutschlands zwei bedeutendsten Turnieren. Unsere Nationals Qualifikanten hatten fürs Finale daher ALLE bis auf einen abgesagt - also kein Nationals Finale. Der ansonsten dort stattfindende RPC Cup wurde mangels Aussicht auf Teilnehmer ebenfalls abgesagt, zumal sich die Platzbeschaffung für das Turnier auf dem RPC Gelände ebenfalls als etwas schwierig erwies. Da gab es ein langes Hin- und Her ohne klare Zusage, so dass wir dann aufgrund der Nähe zu den Metal Dayz letztendlich abgesagt haben, weil wir nicht gesehen haben, wie das Turnier ohne ausreichende Ankündigung im Vorfeld vollzukriegen wäre.

    Ohne ein Turnier und mit der deutlich mäßigen Bilanz der RPC insgesamt im Vorjahr und speziell des Interesses im letzten Jahr an unseren Tabletopsystemen, war eine Verkleinerung unseres Auftritts einfach zwingend notwendig. Wie hier gesagt wurde, es hat sich schlichtweg nicht gelohnt. Die Akzeptanz für eine solche Entscheidung ist bei Kunden natürlich immer sehr gering, aber nichtsdesdotrotz musste sie getroffen werden.

    Was die Übersetzungen angeht, so darf man geteilter Meinung sein. Der grundsätzlich englischsprachige Spieler, zu denen ich privat auch gehöre, braucht sie nicht, aber er darf sie auch nicht schlechtreden, weil wie gesagt, er braucht sie nicht und sie soll auch gar nicht für ihn sein. Es ist also vollkommen irrelevant, was er davon hält (so hart das klingt).

    Zu allem anderen sei gesagt, dass Bachelor und Master der englischen Sprache zum Übersetzer-Team gehören und die Regelübersetzer hervorragende Turnierspieler und unter anderem der deutsche Infernal sind. Die Kompetenz der Übersetzer ist also nicht fraglich, sondern definitiv gegeben.
    Man mag lyrisch damit wenig anfangen können und keiner unserer Übersetzer ist ein Autor, aber sie sind sprachlich korrekt. Natürlich machen wir Fehler, das ist menschlich, aber mit kostenlosem Ersatz der fehlerhaften Karten und Aufklebern, die auch in den Büchern die echten Fehler ausmerzen, kann man glaube ich ganz zufrieden sein.

    Und ein RPC Gold Award für das deutsche Grundbuch und doppelt soviel verkaufte deutsche wie englische Grundbücher (und bei den Forces Büchern ist es genauso) sprechen denke ich eine sehr deutliche Sprache über die Notwendigkeit dieses Buches für die relevante Zielgruppe der deutschsprachigen Spieler und dessen Qualität.

    Danke für Eure Zeit.
    Drink Up Me Hearties Yo-Ho !!!


  8. #8
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    Wow, ein offizielles Statement. Das gibt :buckler: einfach dafür, daß du's gemacht hast. Es klärt ein paar Sachen auf, was schonmal gut ist.

    Über Übersetzungen wird immer gelästert werden, aber ich finde sie cool, weil ich die Probleme halt kenne.


    P.S.: Allerdings: Bei der Sturmklingenkarte heißt es Sturmglevenentladung, beim UA allerdings -explosion. Da stört die Uneinheitlichkeit, aber wie du schon selber gesagt hast, Fehler passieren.

  9. #9
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    Vielen Dank für die Antworten, much appreciated.

    Über Sprachgefühl kann, wie gesagt, immer gestritten werden. Dass sich vieles, was im Englischen cool klingt, wörtlich übersetzt ins Deutsche dann seltsam liest, ist ja nix Neues. Ob eine 1-1 Übersetzung deshalb bei fantastischen Geschichten immer die optimale Lösung ist, kann man hinterfragen und auch bezweifeln (Sturmglevenentladung?). Dass Harry Rowohlt nicht für euch arbeitet, ist mir auch klar. Wäre aber mal ein interessanter Gedanke, btw.

    Die Entscheidung, den Relaunch von Warmachine auf der RPC zu ignorieren, ist jetzt verständlicher. Aber trotzdem ärgerlich, denn das Konzept von PP finde ich gut - auch im direkten Vergleich mit den Birminghamern, mit deren Spielen ich quasi aufgewachsen bin. Power Creeping kann also auch anders bekämpft werden als mit immer neuen Regeln und Modellen.

    Ganz grundsätzlich erlaube ich mir meine Meinung übrigens nicht vom Sofa aus, sondern aufgrund der Erfahrungen mit an Warmachine interessierten Spielern, denen wir Einführungsrunden und Turniere anbieten. Deren Rückmeldungen zur RPC waren natürlich ziemlich enttäuschend. Immerhin kann ich das mit diesen Informationen etwas abfangen. Dass Warmachine Mk II ein gelungener Wurf ist, merken gerade neue Spieler sehr schnell und sind entsprechend begeistert. Und sind bereit, sich das Regelbuch und eine Einstiegsarmee zuzulegen. Eine aktive Gemeinde ist dabei für bleibenden Spielspaß natürlich hilfreich - inklusive kritischer Betrachtung des Spiels und seiner Vertriebspartner.

    No hard feelings, play like you've got a pair!

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